Zellulärer Boost: Sind Hitzebehandlungen die Zukunft der Regeneration?

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Zellulärer Boost: Sind Hitzebehandlungen die Zukunft der Regeneration?

Mitochondrien sind die Kraftwerke unserer Zellen – nicht nur ein entscheidender Faktor für die Leistungsfähigkeit, sondern auch für die Gesundheit. Eine erhöhte Anzahl und eine optimale Funktionsfähigkeit dieser zellulären Energiezentren ist nicht nur hilfreich für Sportler und Athleten, sondern trägt in jeder Lebenssituation zur Verbesserung des Energielevels bei! Die beste Methode, um die Mitochondriendichte zu erhöhen, ist (wer hätte es gedacht) Training. Viele Athleten wollen ihrem Körper aber auch abseits des Trainings noch etwas Gutes tun: Ein vielversprechender Ansatz ist die Hitzetherapie.

Hitzetherapie: Wirkung zum ersten Mal am Menschen bewiesen!

Wie man aus In-Vitro-Versuchen an isolierten Zellen in der Petrischale weiß, führt Hitzestress zu funktionellen Anpassungen in den Mitochondrien. Zum ersten Mal wurden Hitze-Experimente nun auch am Menschen durchgeführt: Hafen et al. (2018) führten bei 20 Probanden eine 6-tägige Hitzebehandlung des Beinstreckers durch, die pro Tag 2 Stunden dauerte. Die Muskulatur wurde dabei nur leicht um 3,9 °C erwärmt. Sowohl vor als auch während der Intervention wurde auf jegliches Training verzichtet. Vor der ersten als auch 24 Stunden nach der letzten Hitzebehandlung entnahmen die Forscher mithilfe einer Biopsie eine Gewebeprobe des M. vastus lateralis, um die Funktionalität der Mitochondrien zu überprüfen. Dafür wurde die Konzentration verschiedener Proteine gemessen, die an den zellulären Prozessen der Mitochondrien unmittelbar beteiligt sind.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Proteine, die sowohl an der Funktionalität als auch an der Biogenese (Neubildung) von Mitochondrien beteiligt sind, erhöhten sich um bis zu 40%! Die Forscher gehen von einer insgesamt um 28 % verbesserten mitochondriellen Funktion des mit Hitze behandelten Beins aus. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass nur mit leichter Erwärmung gearbeitet wurde. Für die Behandlungen nutzten die Forscher übrigens Kurzwellen-Diathermie – eine gängige Methode, die z.B. in der Physiotherapie bereits Anwednung findet, um die muskuläre Regeneration zu beschleunigen. Geräte dieser Art senden lokale Pulswellen aus, die zu einer Erhitzung im Gewebe führen.

Eine Behandlungsmethode mit viel Potential – aber welche Temperatur und wie lange!

Resumé der Forscher: Die Methode eignet sich vor allem für Sportler mit Verletzungen und für die muskuläre Regeneration. Dass sich Hitzebehandlungen positiv auf die Anzahl und Funktion der Mitochondrien auswirken, wurde also nun am lebenden Sportler bestätigt. Was noch fehlt, ist die Antwort auf die Frage nach der optimalen Temperatur und der Dauer der Hitzeeinwirkung! Mal schauen, wie die Forschung dieser Erfolg versprechenden Methode weitergeht!

Hafen, P. S., Preece, C. N., Sorensen, J. R., Hancock, C. R., & Hyldahl, R. D. (2018). Repeated exposure to heat stress induces mitochondrial adaptation in human skeletal muscle. Journal of Applied Physiology.

2018-08-27T20:20:28+00:0023.08.2018|Medizin|1 Kommentar

Ein Kommentar

  1. Guido Kottmann 28. August 2018 um 9:13 Uhr - Antworten

    Interssantes Thema. Zur Energieerhöhung der Zellen verwenden wir die energy enhancer patches von LifeWave, über Akupunkturpunkte wird das Energieniveu in den Zellen erhöht Zur Regeneration mit dem carnosine patch regen wir die körpereigene Regeneration an, spürbarer Nebeneffekt kein oder deutlich weniger Muskelkater. Alles ohne dem Körper Stoffe zuzuführen. Infos gerne bei mir und unter http://www.lifewave.com/fitform

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