Sonnenvitamin D – die rezeptfreie Polypille gegen Brustkrebserkrankungen!

//Sonnenvitamin D – die rezeptfreie Polypille gegen Brustkrebserkrankungen!

Sonnenvitamin D – die rezeptfreie Polypille gegen Brustkrebserkrankungen!

Trägt das wichtigste Vitamin den Buchstaben „D“? Die sprunghaft wachsende Zahl an wissenschaftlichen Publikationen spricht eindeutig dafür. Zu diesem Ergebnis kam auch eine kürzlich erschienene Meta-Analyse (Studien, die mehrere Untersuchungen zusammenfassen), die den Zusammenhang zwischen Brustkrebserkrankungen und dem im Blut zirkulierendem Vitamin D auf den Punkt bringt: Brustkrebs ist die am häufigsten diagnostizierte Krebsform bei Frauen und gleichzeitig auch für die meisten Todesfälle verantwortlich. Im Jahr 2012 lag die Zahl der Erkrankten weltweit bei mehr als 1,7 Millionen und die Zahl der Todesfälle über 500.000 – eine alarmierende Statistik!

Heilkraft D – das kostenlose Sonnenhormon ist an Anti-Krebs-Prozessen beteiligt!

Dass Vitamin D mit Brustkrebs korreliert, ist schon länger bekannt. 1,25(OH)2D3 ist die biologisch wirksame Form des Sonnenvitamins, das zahlreiche zelluläre Prozesse steuert, die in Verbindung mit der Überlebenswahrscheinlichkeit bei Krebserkrankungen stehen könnte. Allerdings widerspricht sich die Studienlage, was den Effekt von hohen 25-OH-Vitamin D3-Werten (das Speicher-Vitamin D) und die Zahl der Todesfälle durch Brustkrebs betrifft. Ursache hierfür ist vermutlich nicht Vitamin D selbst, sondern mangelhafte Studiendesigns. Aus diesem Grund wurden in der vorliegenden Meta-Analyse peinlich genau auf exakt definierte Einschlusskriterien geachtet, damit die Ergebnisse nicht verzerrt werden! Aus 701 Studien blieben am Ende nicht mehr als 6 übrig, die alle Kriterien der Autoren erfüllten – allesamt Langzeitstudien mit einer Follow-Up-Dauer von 4-24 Jahren. Letztendlich fanden die Daten von 5984 Brustkrebspatientinnen Einzug in die Meta-Analyse.

Mit folgendem Ergebnis: Der durchschnittliche Vitamin D-Spiegel lag bei 23,3 nmol/L. Zum Vergleich: Das US-amerikanische Institute of Medicine bewertet 25-OH-D-Spiegel unter 50 nmol/L als Mangelzustand! Die meisten Brustkrebspatientinnen haben also einen dramatischen Vitamin D-Mangel! Wie die Meta-Analyse zeigt, bringt schon ein leichter Anstieg des Vitamin D-Spiegels signifikante Verbesserungen mit sich: War der 25-OH-D-Spiegel um 10 nmol/L erhöht, sank die Sterberate um 6%. Bei einer Erhöhung um 25 nmol/L reduzierte sie sich sogar um 14%, was immer noch unter den offiziellen Empfehlungen liegt. Was aber, wenn die Werte im grünen Bereich liegen würden, also oberhalb von 75 nmol/L? Senkt eine Vitamin D-Optimierung bei Brustkrebspatientinnen tatsächlich das Sterberisiko?

Nicht nur bei Brustkrebs – Vitamin D das Universalmedikament aus der Natur!

Laut Hu et al. (2018), die die Meta-Analyse durchführten, muss diese Frage zweifelsfrei mit JA beantwortet werden. Zudem betonen die Autoren, dass ein präventivmedizinischer Effekt von Vitamin D auch bei Haut-, Eierstock-, Prostata- und Darmkrebs festzustellen ist. Entsprechend beschreiben die Forscher das Sonnenvitamin als den wahrscheinlich wirksamsten, kostengünsigsten und sichersten Weg, die Überlebensrate von Brustkrebspatientinnen zu erhöhen – sei es durch tägliches Sonnenbaden oder durch Supplementierung!

Hu, K., Callen, D. F., Li, J., & Zheng, H. (2018). Circulating vitamin D and overall survival in breast cancer patients: A dose-response meta-analysis of cohort studies. Integrative cancer therapies, 17(2), 217-225.

 

2018-06-29T12:18:22+00:0029.06.2018|Medizin|0 Kommentare

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