Biologisch gegen Krebs: Cancer you can beat, by fighting with your feet!

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Biologisch gegen Krebs: Cancer you can beat, by fighting with your feet!

Krebs ist inzwischen die führende Todesursache mit weltweit mehr als 14 Millionen Neuerkrankungen und 8,2 Millionen Todesfällen. Allein in den USA starben im Jahre 2012 600.000 Menschen an Krebs und 1,7 Millionen Amerikaner erkrankten jedes Jahr neu an dieser heimtückischen Krankheit. Die American Cancer Society schätzt, dass in Zukunft jeder zweite Mann an Krebs erkranken wird, und davon wiederum 50% am Ende auch an Krebs sterben werden. Global lagen die Gesundheitskosten für diese Geißel der modernen Welt im Jahre 2015 bei fast 900 Milliarden US Dollar. Das entspricht in etwa dem Staatshaushalt von Großbritannien. Der World Cancer Research Fund geht davon aus, dass 75% aller Krebserkrankungen auf das Konto des modernen Lebensstils gehen – zu viel Fleisch, zu viel Fett, zu viele Kohlenhydrate oder schlichtweg nur der Preis für unseren Bewegungsmangel?

Wer seine Bewegung einschränkt, erhöht die Krebsgefahr!

Eine kürzlich durchgeführte Metastudie (Schmid et al. 2015) ergab, dass zwischen Krebstod und Bewegung eine inverse Korrelation besteht, d.h. wenn die Bewegung sinkt, dann steigt die Krebsmortalität. Und diese Korellation gilt vor allem für die kardiorespiratorische Fitness,  also die Ausdauerleistungsfähigkeit. Allerdings war bislang unklar, ob es eine bestimmte Schwelle gibt, ab wann die Ausdauerleistungsfähigkeit das Krebsrisiko senkt. In der sogenannten Veterans Exercise Testing Study mit 5876 Teilnehmern im Alter von 60 +/- 11 Jahren konnte nun erstmals gezeigt werden, dass die Probanden mit mehr als 10 METs (Metabolisches Äquivalent) eine um 46% geringeren Wahrscheinlichkeit für eine Krebserkrankung hatten als die jene mit weniger als 5 METs (siehe Grafik).

Abbildung 1: Umso höher die MET´s, desto geringer die Krebswahrscheinlichkeit (Vainshelboim et al. 2017).

Und wer Marathon läuft, der stirbt dann gar nicht mehr?

MET´s (Metabolic Equivalent of Task) werden gerne in der Wissenschaft verwendet, um den Energieverbrauch verschiedener Aktivitäten zu vergleichen. Mit dem MET wird der Stoffwechselumsatz eines Menschen bezogen auf seinen Ruheumsatz im Verhältnis zu seinem Körpergewicht beschrieben. Ein MET entspricht einem Energieverbrauch von 1 Kalorie je Kilogramm Körpergewicht pro Stunde, also ungefähr dem Ruheumsatz des Körpers. Moderate körperliche Aktivität hat einen Energieverbrauch von 3 bis 6 METs, intensive Anstrengungen liegen über 6 METs. Da der Energieumsatz individuell unterschiedlich ist, eignet sich der Vergleich von Aktivitäten mit Hilfe von MET´s vor allem für den relativen Vergleich des Energieverbrauches einer Person, also bezogen auf sein Körpergewicht. Beispiel: Ein 100 kg schwerer Fitnesssportler verbrennt bei derselben Aktivität natürlich erheblich mehr Kalorien wie sein 70 kg schwerer Trainingspartner. Ein Mann mit 80 kg Körpergewicht hat ca. einen Ruheumsatz von 80 kcal in der Stunde. 10 MET’s bedeuten dementsprechend einen Kalorienverbrauch von 800 kcal pro Stunde.

Fazit: Diese Untersuchung konnte zeigen, dass jede Steigerung des Bewegungsverhaltens um 1 MET die Wahrscheinlichkeit eines Krebstodes um jeweils 5% senkt. 10 MET´s senken somit das Krebsrisiko um sage und schreibe 50%. Und wer täglich einen Marathon läuft, der stirbt dann gar nicht mehr? Ganz so einfach ist es nicht, denn laut Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation sind „nur“ 75% aller Krebsfälle durch einen aktiven Lebensstil vermeidbar. Immerhin!

Quellen:

Vainshelboim, B., Müller, J., Lima, R. M., Nead, K. T., Chester, C., Chan, K., Myers, J. (2017). Cardiorespiratory fitness, physical activity and cancer mortality in men. Preventive Medicine, 100, 89-94.

Schmid D, Behrens G, Keimling M, Jochem C, Ricci C, Leitzmann M. A systematic review and meta-analysis of physical activity and endometrial cancer risk. Eur J Epidemiol. 2015 May;30(5):397-412.

2017-05-17T16:22:00+00:00 28.04.2017|Medizin|0 Kommentare

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